Personenbedingte Kündigung

Bei den Kündigungsgründen wird zwischen personenbedingten,verhaltensbedingten, und betriebsbedingten Gründen unterschieden.

Zu den personenbedingten Kündigungsgründen zählen insbesondere.

 

  •      lang anhaltende Krankheit
  •      häufige Kurzerkrankungen
  •      dauernde Arbeitsunfähigkeit
  •      krankheitsbedingte Leistungsminderung.

Eine Überprüfung der krankheitsbedingten Kündigung erfolgt durch die Gericht in der Regel in drei Stufen:

(1) Es muss eine negative Prognose hinsichtlich des Gesundheitszustandes gegeben sein.

(2) Die betrieblichen Interessen müssen erheblich beeinträchtigt sein (Störungen im Betriebsablauf oder wirtschaftliche Belastungen).

(3) Interessenabwägung: Die erheblichen Beeinträchtigungen müssen zu einer nicht mehr hinzunehmenden Belastung des Arbeitgebers führen.

Betriebsbedingte Kündigung

Ein solcher kann sich aus innerbetrieblichen Umständen (z. B. Rationalisierungsmaßnahmen, Einstellung oder Einschränkung der Produktion) oder aus außerbetrieblichen Umständen (z.B. Auftragsmangel, Umsatzrückgang) ergeben.

Nach dem Gesetz müssen für die betriebsbedingte Kündigung dringende betriebliche Erfordernisse gegeben sein. Diese sind nicht gegeben, wenn es für den Arbeitnehmer im Unternehmen eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit gibt.

Des Weiteren sind dringende betriebliche Erfordernisse zu verneinen, wenn der Arbeitgeber auf die betriebliche Situation nicht nur mit einer Kündigung, sondern auch durch andere Maßnahmen technischer, organisatorischer oder wirtschaftlicher Art reagieren kann.